
Pharmakogenetik
ÖFFNUNGSZEITEN
Montag - Donnerstag 7:00 – 16:30 Uhr
Freitag 7:00 – 15:00 Uhr
(An Feiertagen geschlossen)
DAUER:
AUSWERTUNGSDAUER:
VORBEREITUNG
Keine besonderen Vorbereitungen
TERMINVEREINBARUNG:
nicht erforderlich
Nicht jedes Medikament wirkt bei jedem Menschen gleich. Der Grund dafür liegt häufig in der genetischen Ausstattung: Individuelle Varianten in bestimmten Genen beeinflussen, wie der Körper Arzneimittel aufnimmt, abbaut und verwertet. Die Pharmakogenetik macht diese Zusammenhänge messbar.
Mithilfe einer einfachen Blutabnahme analysieren wir gezielt jene Gene, die für den Medikamentenstoffwechsel verantwortlich sind. So können Therapien von Anfang an auf Sie persönlich abgestimmt werden – für bessere Wirksamkeit und weniger Nebenwirkungen.
Eine pharmakogenetische Analyse ist einmalig notwendig – Ihre genetische Ausstattung verändert sich nicht. Die Ergebnisse sind ein Leben lang gültig. |
Ablauf der Untersuchung
Ärztliche Beratung & Zuweisung:
Ihr Arzt oder Ihre Ärztin klärt Sie über die Untersuchung auf und stellt eine Zuweisung aus.
Blutabnahme bei uns im Labor:
Keine Voranmeldung notwendig – kommen Sie einfach während unserer Öffnungszeiten vorbei.
Genetische Analyse:
Wir bestimmen Ihren individuellen Genotyp und leiten daraus den pharmakogenetischen Phänotyp ab.
Ausführlicher Befund:
Ihr Arzt erhält einen detaillierten Befund mit Empfehlungen zu über 200 Medikamenten.
Ihr persönlicher Ausweis:
Sie erhalten einen pharmakogenetischen Ausweis, den Sie bei jedem Arztbesuch und in der Apotheke vorzeigen können
Was wird untersucht?
Die Auswahl der Gene sowie die Auswertung der Arzneimittel basiert auf den aktuellen Leitlinien internationaler Konsortien, darunter CPIC und DPWG. Untersucht werden unter anderem:
Arzneimittel-Stoffwechsel (Phase I)
CYP2D6 – relevant für Antidepressiva, Antipsychotika, Analgetika, Betablocker
CYP2C19 – relevant für Protonenpumpenhemmer, Antidepressiva, Clopidogrel
CYP2C9 – relevant für Antikoagulanzien, NSAR, orale Antidiabetika
CYP3A4 / CYP3A5 – relevant für eine Vielzahl häufig verwendeter Medikamente
CYP1A2 – relevant für Koffein, Antidepressiva, Antipsychotika
Arzneimittel-Transport & Phase II
SLCO1B1 – Statine (Risiko für statininduzierte Myopathie)
UGT1A1 – Irinotecan und andere Wirkstoffe
DPYD – Fluoropyrimidine (5-Fluorouracil, Capecitabin) in der Onkologie
TPMT / NUDT15 – Thiopurine (Azathioprin, Mercaptopurin)

Was Sie erhalten
Vollständiger Befund mit Genotyp und Phänotyp aller untersuchten Enzyme
Individuelle Empfehlungen zu über 200 Medikamenten
Kurzbefund mit konkreten Antworten zur spezifischen Fragestellung
Persönlicher pharmakogenetischer Ausweis
Auswertung gemäß CPIC- und DPWG-Leitlinien
Für wen ist die Untersuchung sinnvoll?
Eine pharmakogenetische Analyse empfiehlt sich besonders bei Patientinnen und Patienten, die regelmäßig Medikamente einnehmen, bei denen bisherige Therapien nicht den gewünschten Erfolg gezeigt haben oder bei denen eine neue medikamentöse Behandlung begonnen werden soll.
Besonders relevant ist sie in den Bereichen Psychiatrie und Neurologie, Kardiologie, Innere Medizin sowie Onkologie.
Bitte beachten: Für pharmakogenetische Analysen ist eine ärztliche Zuweisung sowie eine genetische Beratung durch einen Facharzt oder eine Fachärztin erforderlich (gemäß Gentechnikgesetz). Befunde werden ausschließlich über Ihre zuweisende Ärztin oder Ihren zuweisenden Arzt übermittelt. |


